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Stahl-Jobs retten - Thyssenkrupp in öffentliche Hand
Die Stahlsparte von Thyssenkrupp-Steel steht auf der Kippe, die IG Metall fordert nun ein Eingreifen des Staates. Dazu erklärt Jürgen Flaisch, Kreissprecher von DIE LINKE. Kreisverband Recklinghausen:
„Wenn die Landes- und Bundesregierung Thyssenkrupp gegen die Wand fahren lassen, dann trifft uns das als Kommune im Ruhrgebiet/uns in Nordrhein-Westfalen hart. Alleine im Stahlbereich existieren 27.000 Arbeitsplätze, die meisten davon in der Region. Mit Zulieferbetrieben und Dienstleistungen sind das 150.000 Arbeitsplätze, die auf der Kippe stehen. Im Ruhrgebiet sind zwanzig Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen waren und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Der Schutz der Stahlproduktion stützt eine Region, die sich kein weiteres Abrutschen mehr leisten kann.“
Der Kreisverbandsvorsitzende weiter: „Als Linke unterstützen wir deshalb die Forderung der IG Metall, dass der Staat bei Thyssenkrupp einsteigen muss. Das Ziel ist, die Arbeitsplätze nachhaltig zu schützen und die Produktion ökologisch umzubauen. Dabei darf sich die Landesregierung nun keine ideologischen Denkverbote auferlegen, weil Industrieproduktion in staatlicher Hand ‚zu links‘ erscheint. Nicht die ideologischen Befindlichkeiten von CDU und FDP, sondern um die Menschen im Ruhrgebiet müssen im Vordergrund stehen.“
Jürgen Flaisch abschließend: „Der Staat darf öffentliche Gelder nicht ohne Kontrollmöglichkeiten in das Unternehmen pumpen, wie es bei der Lufthansa geschehen ist. Stattdessen schlägt DIE LINKE die Gründung einer Industriestiftung vor, die im großen Stil bei Thyssenkrupp einsteigt. So ist sichergestellt, dass keine schädlichen Entscheidungen mehr gegen den Willen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft fallen können, die in der Industriestiftung neben Kommunal- und Landespolitik vertreten sein sollen. Über die Industriestiftung können dann die dringend notwendigen Investitionen in den sozial-ökologischen Umbau finanziert werden, damit die Arbeitsplätze gesichert werden. Immerhin ist Thyssenkrupp für zwei Prozent der deutschen Co2-Emissionen verantwortlich. Der Staat kann sich derzeit Geld leihen, ohne dafür auch nur einen Cent zu zahlen. NRW würde den sozialökologischen Umbau faktisch geschenkt bekommen, wenn sich die Landesregierung endlich an die Eigentumsverhältnisse in der Industrie traut.“
Stadtverbandsgründung Die Linke Haltern am See
Es tut sich was in Haltern am See. Am Freitagabend den 26.2. 2016 wurde im Heimathaus Spieker in Haltern am See anläßlich einer Mitgliederversammlung der Stadtverband Die Linke Haltern am See neu gegründet.
Unter der Leitung der Kreisvorstände DIE LINKE, Kreisverband Recklinghausen, Frau Dr. Asli Nau und Herrn Jürgen Flaisch, wurde der Vorstand des neuen Stadtverbandes Die Linke Haltern am See gewählt. Das Amt der Sprecherin übernimmt Michaela Kerstan, Sprecher ist Sebastian Kerstan. Herr Jürgen Thöm hat das Amt des Schatzmeisters übernommen und Knut Jaschinski wurde zum Schriftführer gewählt.


