Stellungnahme an die Halterner Zeitung, Sonntagsblatt, Stadtspiegel, Marler Zeitung
Zu dem Artikel „ Zuwendungen beeinflussen keine Endscheidung vom 15.05.2009
Es ist schon eine Unverschämtheit, dem BLU Popolismus vorzuwerfen.
Die Aussagen der SPD-Herren sind nicht nur durch Ignoranz, sondern im besonderen Maße von Unwissenheit und dem Versuch der Volksverdummung, oder besser gesagt der Volksverblödung geprägt.
Wenn diese obengenannten Herren sich darüber aufregen, die Geldzuweisungen hätten etwas mit der politischen Zustimmung zu dem Kraftwerksneubau zu tun, können wir, DIE LINKE. dazu anmerken:
Vögelchen wir hören dir trapsen, ein SCHELM DER BÖSES DABEI DENKT:
Nehmen Sie doch bitte endlich einmal zur Kenntnis, dass durch den Widerstand gegen den unnötigen Kraftwerksneubau kein einziger Arbeitsplatz im Chemiepark gefährdet ist.
Der Chemiepark benötigt dieses überdimensionierte Kraftwerk nicht., weil er selber über 3 Kraftwerke verfügt, die zusammen etwa 350 MW Strom liefern, benötigt werden etwa 200 MW Strom, der Rest von ca. 150 MW Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Am Prozesswärme ist der Chemiepark nach eigenen Aussagen in keinem Fall durch das neue Kraftwerk auch nicht angewiesen.
Es werden, wenn überhaupt, eventuell so viele Arbeitsplätze neu geschaffen, wie eine Hand Finger hat.
Das Kraftwerk hat keinen höheren Wirkungsgrad als alle anderen Dreckschleudern auch und hat einen mittleren Steinkohledurchsatz von 384 t/h .Das Rauchgasvolumen, angegebener Tagesmittelwert durch die Evonik, von 64.584.000,00 m3 pro Tag., = 2.691.600,00 m3/h.
Die Rauchgase werden über den Kühlturm abgeleitet, sodass die Feinstäube, die nicht herausfilterbar sind, sich mit dem Wasserdampf verbinden (Airosole) über die Lunge und dem Blutkreislauf in jede Körperzelle transportiert werden.
Es kommt zwangsläufig zu Schädigungen des Erbgutes und außerdem sind diese chemischen Verbindungen auch hoch krebserregend.
Dem Kühlwasser werden dann noch div.chemische Mittel beigefügt, um eine Algenbildung in den Rohrleitungen und im Kühlturm zu verhindern.
Es wird auch kein geschlossener Wasserumlauf geplant, sondern laufende Frischwasserendnahme aus der Lippe bzw. Kanal und das, mit Chemikalien vermischte Kühlwasser wird wieder in die Lippe oder Kanal abgeleitet.
Außerdem wird die Halterner Bevölkerung vorzugsweise, wegen der vorherrschenden Windrichtung ( Westwinde) täglich mit 1,94 KG hochgiftigen Quecksilber, im Jahresmittel mit 708 KG jährlich berieselt.
Die Halterner Stauseen, Trinkwasserresouar für ca. 1 Millionen Menschen liegt ebenfalls direkt in diesem berieselten Gebiet.
Alles menschliche, tierische und pflanzliche Leben wird nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nachhaltig geschädigt und verseucht.
In diesem Zusammenhang auch noch von einer deutlich verbesserten Umweltbilanz zu reden, ist doch wirklich nur noch Absurd.
Danke für Ihre politische Unterstützung für Erbgutschädigungen und langsamen Siechtums .
Harry-Horst Herrmann / Georg Stefula
